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Informationen zum Bogenpfad

Wie wichtig ist das eigene Erleben und Verhalten beim Bogenschießen?

Es ist genau diese Faszination, die das Bogenschießen ausmacht. Bogenschießen ist ein lebenslanges Lernen darum nennen wir es auch den Bogenpfad. Der Bogenspfad kann einem die Befriedigung geben, die man im Alltagsleben oft nicht mehr erlebt!

 

Ist die Atmung wichtiger als die Technik des Schusses? 

Die Atmung ist die Grundlage des Bogenschießens, wir schießen im Atemrythmus. Kann man Atmen im Voraus? Kann man einem Atemzug nachholen? Nein, man kann ihn nur zum richtigen Augenblick tun. Erst wenn man ihn getan hat, kommt der nächste Atemzug.

 

Bei wie viel Prozent liegt der Anteil der reinen Technik (Material/Theorie) beim Schuss?  

Bei ca.10 %

 

Mit wie viel Prozent beeinflusst der Mensch den Schuss?  

Mit ca. 90 %

 

Warum trifft man mal und mal nicht?

Dem Bogen ist es egal wohin er den Pfeil schießt, dem Mensch nicht!

 

Warum gibt der Mensch manchmal seine Intelligenz an die Mechanik, der Bogenformen/ Flaschenzug und Glasfiber ab?

Weil es oft leichter erscheint, als an sich selber zu arbeiten.

 

Warum ist das Ergebnis oft so wichtig?

Wegen der Anerkennung und Bestätigung. Viele schießen quasi nicht für sich, sondern nur für andere.

 

Liegt der Schlüssel des Erfolges in der Höhe der Investition für die Bogenausrüstung?

Immer nur partiell, selten von Dauer. Es gibt keinen Ersatz für das eigene Erleben, für das Akzeptieren der Tatsache, dass es egal ist, wo der Pfeil nun steckt. Vorsicht vor der Tendenz, dass die materielle Komponente des Bogenschießens wichtiger genommen wird, als die Dimension des Menschen.

 

Was ist wirklich? Wer lebt in der Gegenwart, im Jetzt?

Der, der seinen Geist im Griff hat. Der, dessen Gedanken nicht wie ein Flummi durch den Squashsaal flitzen.

 

Ist der Bogen ein unkalkulierbares Instrument?

Nur für den, der immer zu spät kommt, für den, der nie richtig bei der Sache ist, der, der mit seinem Gedanken beim Ziel, beim Ergebnis verharrt. Durch das ständige sich selber beobachten, kommen alle unsere Reaktionen, die den Schuss beeinflussen können, zu spät. Die Energie wird vergeudet durch die Ablenkungsmanöver und Angstabwehr, die wir uns angewöhnt haben. Diese Energie fehlt uns dann beim Schuss. Wir sind dann nicht völlig in unserem Tun, der Auszug ist dann nicht eine Steigerung aller Kräfte bis hin zum Auslösen des Schusses. Wenn der Schuss so natürlich und elegangt erfolgt wie ein Atemzug, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg, dem Bogenpfad sind.