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Zur Geschichte des Bogens

Die Erfindung und Weiterentwicklung des Bogens fand in weiten Teilen der Erde nahezu zeitgleich statt. Nur unterschiedliche Wege wurden dabei beschritten. Es wurde der Bogen geschlagen zu besseren Jagderfolgen und die Kriegsführung wurde massiv durch den Bogen verändert.

 

Eins jedoch hat sich bis in unsere heutige Zeit nicht verändert, die physikalische Grundlage des Bogenschießens.

 

Beim Spannen des Bogens speichert man die Kraft in seinen Wurfarmen. Beim Lösen dieser Spannung wird dann diese Kraft an den Pfeil übertragen und befördert ihn dann, im Idealfall ins Ziel. Der Idealfall hat sich über die Jahrtausende nicht verändert. Es ist immer noch der Mensch, der den Pfeil mit dem Bogen schießt und ihn so beeinflusst.

 

Der Bogen hat heute nicht mehr den Stellenwert, den er mal hatte. Nach der Erfindung der Handfeuerwaffen verschwand er in manchen Erdteilen fast gänzlich. Erst im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts erlebte er eine Renaissance. Er wurde als Sport- und Freizeitgerät wieder entdeckt und durch neue Materialien wieder neu belebt.

 

Der Odem der Geschichte sowie das archaische, das ihm anhaftet, macht die Faszination des Bogenschießens aus. Wo es erlaubt ist, gehen die Menschen heute wieder mit dem Bogen auf die Jagd. Das liegt aber nicht jedem. Andere haben ihren Spaß daran sich mit dem Bogen zu beschäftigen. Sie nehmen an Turnieren teil oder stellen die Bögen und das Zubehör weitestgehend selber her. Der Bogen wird den Wünschen der heutigen Freizeitgesellschaft in jeder Hinsicht gerecht.

 

Der  Bogen kann als Lehrmeister und als Meditationsinstrument fungieren. Lehrmeister, weil er unbestechlich zeigt was der/die Schütze/in macht.  Meditationsinstrument, weil man den Schuss als Ritual gestalten kann und den Schussablauf wunderbar im eigenen Atemrythmus einbetten kann.

 

Aus dem Trefferbild läßt sich genau ablesen in welcher Stimmung und in welcher Verfassung der/die Schütze/in sich befindet.